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Alpentrophy – Tag 2 – Ramsau Dachstein:

Am zweiten Tag stand, mit einem Marathon durch die Ramsau zum Dachstein und weiter nach Pichl mit einem saftigen Anstieg zur Reiteralm nach Rohrmoos, die Königsetappe der Veranstaltung auf dem Programm. Im neutralen Startmodus ging es auf Asphalt durch Schladming Richtung Lodenwalker. Am ersten Anstieg versuchte ich meinen Rhytmus zu finden, jedoch die mich ständig überholenden Mitstreiter machten dies nicht gerade leicht. Als dann auch noch der „Papier’l-Einsammler“ neben mir meinte: „Na, alles in Ordnung?“ begann ich das erste Mal zu zweifeln, ob ich hier bei der richtigen Veranstaltung bin.

Auf der ersten Abfahrt kam mein Motor dann endlich auf Touren und der lange Anstieg Richtung Türlwandhütte begann. Schon von Weitem hörte man die Stimme des Moderators durch die Lautsprecher dröhnen, was mich in den Irrglauben versetzte, dass die Türlwandhütte schon in Reichweite sei. Endlich an der bereits sehr sperlich bestückten Wasserstelle angekommen, habe ich schnell die Wasserflaschen aufgefüllt und stürzte mich über eine Stufenabfahrt in den Downhill zur nächsten „Rampe“ Rittisberg .

Es blieb sogar Zeit für ein Foto mit unserer „geduldigen“ Betreuerin.

Am Gipfelkreuz des Rittisberg hatten sich einige Wanderer versammelt, die erstaunt beobachteten, wie wir uns in den sehr technischen Trail zum Langlaufzentrum Ramsau stürzten. Bestickt mit Spitzkehren, in den Trail ragenden Latschen und bis zu einem 1/2 m hohen Drops ging es zur ersten richtigen Labstelle (nach 40km!).

Dort warteten bereits Birgit und Herbert, der sich etwas absetzen konnte, auf mich und unsere Supporterin versorgte uns mit neuen Trinkflaschen, Gels und sonstigen „Aufputschmitteln“. Von den sehr freundlichen Labstellen-Mädels bekamen wir sogar noch Kuchen zugesteckt und schon ging es weiter Richtung Schanzenanstieg. 

Die sind ja nicht ganz dicht uns hier rauf zu schicken!

Solche und ähnliche Kommentare bekam man auf der Schiebpassage von einigen Mitstreitern zu hören. Ich konnte diesen Aussagen gedanklich nur zustimmen. Nachdem wir die Schiebpassage hinter uns gelassen hatten begann es richtig Spass zu machen. Ein Wanderweg, der nur für das Rennen als Trail frei gegeben wurde, lies mein Bergabherz höher schlagen. Eine fast 10km lange, steile, erdige und damit sehr griffige Abfahrt nach Pichl haben mich die vorangegangenen Anstrengungen vergessen lassen. In Pichl (Pichlmayergut) angekommen füllte ich bereits zum 6x meine Trinkflaschen (es war sehr warm :-)) und der letzte lange Anstieg zur Hochwurzen wurde in Angriff genommen. Ein Blick zurück, bei dem ich Herbert an der Labstelle sah, nahm mir meine Bedenken eines Defektes oder ähnlichen Schwierigkeiten und ich konnte beruhigt die vor mir liegende Rampe in Angriff nehmen. Nach kurzer Zeit ist Herbert auch wieder zu mir aufgeschlossen und wir kämpften uns gemeinsam mit dem Drittplazierten, italienischen Mixed-Team Richtung letzter Labstelle, die wir ja vom Vortag schon kannten.

Letze Labstelle vor der „Wiese des Grauens“

Dort bejubelte uns in gewohnter Manier unserer Supporterin und jetzt war nur noch die „Wiese des Grauens“ zu bewältigen, bevor es in den Schluss-Downhill ins Ziel ging. Heute konnte ich „Herberts Zielsprint“ nicht so gut wie am ersten Tag folgen, jedoch beim Downhill den Abstand wieder soweit verringern, dass wir ohne viel Wartezeit für Herbert gemeinsam durchs Ziel und somit Tag 2 erfolgreich beenden konnten.

Um ein wenig die Anstrengungen zu verdeutlichen ein paar Daten und Fakten: An diesem Tag (68km / 3.100hm) brauchte ich 8! Trinkflaschen, die unzähligen Becher an den Labstellen nicht mitgezählt, 4-5 Gels, Kuchen und sonstige Nahrungsmittel. Mein POLAR zeigte im Ziel einen Kalorienverbrauch von 3.936 kcal und eine Trainingsbelastung durch diese Einheit von mehr als 8 Tagen. Heute waren die Oberschenkelschmerzen vom Vortag nicht mehr zu spüren, was mich doch sehr beruhigte und bei einem gemeinsamen Abendessen im Veranstaltungszentrum mit Krenn Irina und ihrer Mutter Anita (die erste Dame, die in Goisern die 200er gewonnen hat), die wir am Vortag bereits getroffen hatten, liesen wir den erfolgreichen Tag gemeinsam bei der Siegerehrung revue passieren.

Die Hälfte haben wir bereits geschafft!

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Streckendaten 09.06.2017 68,0km 3.100hm ↑ Ergebnisse Sportograf Bilder zurück
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