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Anreise:

Nachdem wir bereits am Vortag nach Schladming in unser Hotel („Die Barbara“) angereist waren, ging es anschliessend zur Fahrerbesprechung in die „Heiligen Hallen“ des Ski WM 2013 Organisationkomitees. Die eher schwache Präsenatation haben wir dann sehr schnell wieder verlassen und uns auf den ersten Renntag vorbereitet. Ein wenig Nervosität machte sich nun doch bei allen Beteiligten bemerkbar und Gedanken wie „werden wir gut zusammenpassen? – war die Vorbereitung gut genug?“ schwirrten in meinem Kopf herum.

Ach ja – das Startpaket muss auch noch geholt werden! Nachdem die wichtigsten administrativen Sachen erledigt waren, gingen wir noch etwas essen und Birgit machte sich ernsthafte Sorgen um ihre beiden Racer, da wir alkoholfreies Bier tranken! – Ehrlich gesagt machte auch ich mir so meine Gedanken. So, aber jetzt ab ins Bett! Im Hotel angekommen wurden noch die Startnummern angebracht, das Bike zum 100ersten mal gecheckt und dann hieß es „Gute Nacht“.

„Oh mein Gott, was habe ich nur getan!“ – waren meine letzten Gedanken, bevor mich das Traummännlein in das Reich der Träume schickte. 

Alpentrophy – Tag 1 – Giglachseen:

Der Wecker läutet – was, ist es schon soweit? Frühstücken gehen – ich glaube ich bringe keinen Bissen runter. Am ersten Tag ging es gleich rauf auf die Hochwurzen und weiter zu den Giglach Seen, wo wir mit Schnee rechnen mussten. Das erste Mal Einfahren und dann zur Startaufstellung. Plötzlich bist du von der MTB Weltelite wie Alban Lakata, Daniel Geismayr oder Hermann Pernsteiner umzingelt. Na ja – ich glaube sie haben uns (noch) nicht bemerkt ;-).
Noch 10 Sekunden bis zum Start – Ruhepuls von 110 – wie soll das gut gehen. Durch den lauten Knall der Startpistole wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Noch schnell die Ghetto Faust mit Herbert und los gehts. Bis zur ersten Labe gings flott voran. Ich konnte Herbert, der am Berg einen Tick schneller war als ich, auf der Bergabstrecke wieder einholen und wir fuhren fast gleichzeitig zur ersten Labe, wo uns Birgit schon erwartete. Perfekt dachte ich mir – glaube wir passen gut zusammen. Ein kleines Scherzerl, Trikottaschen und Flaschen aufgefüllt, noch einmal die Ghetto Faust und mit einem Küsschen von Birgit und lächelnd ging es weiter Richtung Giglachseen. Dort verging mir dann das Lachen! Extrem steile Rampen und Schnee zwangen mich zum Schieben und von Herbert war schon lange keine Spur mehr zu sehen – Wohlbemerkt, er war vor mir 🙂

Nein, nicht wirklich – Ich glaube, ich höre schon das Schlussmotorrad! Jetzt bin ich Letzter.

Die Giglachseen (zum Vergrößern auf Bild klicken)

Es war glücklicher Weise nur der Kameramann und zurückblickend konnte ich doch noch einige Fahrer sehen. Nach einer Schiebepassage von ca. 250 hm waren endlich die Giglachseen in Sicht. Eine wunderschöne Landschaft breitete sich vor mir aus und am liebsten hätte ich mich einfach zu den Wanderern gesellt, die mich ungläubig und kopfschüttelnd von ihrer Aussichtsbank mitleidig beobachteten. Jedoch ich musste weiter – versuchen den Abstand zu Herbert in Grenzen zu halten. Aber jetzt geht es laut Höhenprofil ja bergab – Pustekuchen – bergab ja, aber Schnee, morastige Wiesen, Bachdurchfahrten und Steinlandschaften zwangen (nicht nur) mich immer wieder vom Bike. Plötzlich fiel mir auf, dass ich einigen kleinen Gruppen immer näher kam und diese im technisch schwierigen Gelände sogar überholen konnte. Nach einigen Kilometern ging der Pfad in eine Schotterstrasse über, die das Ganze aber nicht Leichter machte. Sehr loses und grobes Geröll – aber vor allem extrem steil – und plötzlich sah ich zu meiner Freude vor mir ein BTB Trikot. Nachdem ich zu Herbert aufgeschlossen hatte, ging es mit Vollgas abwärts Richtung Obertal und zur zweiten Labstelle, bei der uns Birgit schon erwartete.

Jetzt habt ihr es gleich geschafft – nur noch die „Wiese des Grauens“ und dann gehts die Downhillstrecke runter ins Ziel.

Danke Philipp fürs anfeuern!

„Klingt nicht besonders vielversprechend“ – habe ich mir heimlich gedacht. Es war dann aber nicht ganz so schlimm und bei der Zufahrt zurm Downhill auf Asphalt wollte es Herbert noch einmal wissen. Kette rechts – Vollgas! So konnten wir sogar noch einige überholen und beendeten gemeinsam die erste Etappe im Ziel, wo uns Birgit und zu unserer Überraschung auch Phillip Schacherlehner (von den Kürnbergern) jubelnd empfangen haben. Die Oberschenkel schmerzten, aber die Freude gemeinsam und unbeschadet im Ziel zu sein, lies uns die Strapazen sehr schnell wieder vergessen. Philipp war es auch, der uns eine Woche zuvor die Gegend rund um Schladming bei einer kleinen MTB Tour gezeigt hat. Danke Philip, dass du dir die Zeit dafür genommen hast – hat Spass gemacht.

Die zweite Etappe kann kommen!

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